alias
KOMMANDO:
alias <alias> <befehl>
alias [ -f ] [ -a ] [ <alias> | <abk>* ]
ARGUMENTE:
<alias> Der Name des Alias <befehl> Der Text, durch den das Alias ersetzt wird <abk> Die Abkürzung eines Alias -a Option, um Aliase so auszugeben, wie man sie definiert -f Familienaliase bearbeiten/anzeigen
BESCHREIBUNG:
(Statt `alias kann man auch `ali verwenden!)
Mit diesem Kommando kann man sich Abkürzungen für oft benutzte Befehle erstellen sowie die schon definierten Aliase ansehen.
Definiert wird ein Alias mit dem ersten der obigen Kommandos. <alias> darf dabei nur ein Wort umfassen, während <befehl> beliebig lang sein darf.
Wenn Du von nun an das Alias eingibst, so führst Du den ausgeschriebenen Befehl wortwörtlich aus. Die folgenden Worte im ausgeschriebenen Befehl haben jedoch eine besondere Bedeutung:
$* Steht für alles, was auf das Alias folgt.
$<n> Steht für das <n>te Wort nach dem Alias.
$<n>* Steht für alle Worte ab dem <n>ten (einschließlich).
Mit dem zweiten der obigen Kommandos kannst Du Dir die Aliase anzeigen lassen. Ohne Parameter werden dabei sämtliche Aliase angezeigt, mit `alias <alias>' wird die Definition von <alias> angezeigt, und mit `alias <abk>*' werden alle Aliase gezeigt, die mit <abk> beginnen.
Nimmt man die Option -a hinzu (nur sinnvoll, wenn man sich Aliase anzeigen lässt), so werden die Aliase so angezeigt, dass der Text cut-and-paste- fähig ist, d.h. man kann den Text so als Befehl eingeben, wie er aus- gegeben wird (z.B. um einem Zweitcharakter aliases des Erstcharakters zu geben).
Nimmt man die Option -f hinzu, werden die Familienaliase angezeigt oder bearbeitet. Die Familienaliase sind die Aliase, die zwischen allen Zweities und dem Erstie geteilt werden. Hat ein Charakter ein Alias, was es (auch) als Familienalias gibt, wird das Alias des Charakters benutzt. Und ändert ein Charakter die Familienaliase, werden alle anderen Chars dies erst nach dem nächsten Login mitbekommen.
Soll das Zeichen "$" oder das Zeichen "&" im Alias vorkommen ("&" ist aus historischen Gründen genau wie "$" benutzbar), so muss es mit einem \ "gequoted" werden. Soll ein \ vorkommen, muss auch dieser gequoted werden (\\).
Beginnt eine Befehlszeile mit einem "\", so werden die Aliase nicht ersetzt. Wenn man als Aliasnamen einen auch sonst gültigen Befehl verwendet, kann man auf diese Weise auf den eigentlichen Befehl zugreifen.
BEISPIELE:
Erst mal ein paar (mehr oder weniger nützliche) Aliase anlegen:
> alias ul untersuche leiche > alias tmr teile ragnar mit $* > alias tms teile sigrid mit $* > alias weg teile $1 mit Ich bin jetzt weg, \$ verdienen!
Wenn man sich die Aliase ansehen will:
> alias
tmr = teile ragnar mit $*
ul = untersuche leiche
weg = teile $1 mit Ich bin jetzt weg, \$ verdienen!
> alias weg
weg = teile $1 mit Ich bin jetzt weg, \$ verdienen!
> alias tm*
tmr = teile ragnar mit $*
tms = teile sigrid mit $*
Und folgendermaßen lassen sich die Aliase benutzen:
> tmr Hallo Ragnar! Du teilst Ragnar mit: Hallo Ragnar!
> tms Oh mein Gott! :-) Du teilst Sigrid mit: Oh mein Gott!
> weg ragnar Du teilst Ragnar mit: Ich bin jetzt weg, $ verdienen!
> \weg Arbeiten... Du bist jetzt als abwesend gekennzeichnet.
Das letzte Beispiel zeigt, wie man an einen Befehl kommt, der von einem Alias "überladen" wurde.
> alias -f nal nimm alles aus leiche Nun bekommen alle Chars in der Familie das Familienalias "nal".